Das steckt im Geschäftsbericht

GigerWerden Geschäftsberichte publiziert, prasseln Dutzende von Zahlen und Angaben in Prozenten auf Journalisten ein. Umsatz, Betriebsgewinn, Reingewinn, Ebit… Susanne Giger, SRF-Redaktorin für Wirtschaft, sagt, was Leser, Zuhörer oder Zuschauer interessiert: Der Umsatz. Aus ihm geht hervor, wie viel Geld mit einem Produkt verdient wurde. Der zweite wichtige Wert ist der Reingewinn – Nettogewinn, Konzerngewinn oder auch der Aktionären zurechenbare Gewinn bedeuten im Übrigen das Gleiche.

Der Reingewinn ist das, was ganz am Schluss der Rechenkette bleibt. Er sagt aus, wie es dem Unternehmen über das Jahr gegangen ist. Nun ist es aber die Aufgabe der Journalisten, zu erklären, wie dieser Reingewinn zustande gekommen ist.

Erklärungen können im Betriebsaufwand gefunden werden. Als Beispiel führt Susanne Giger Rohstoffpreise an. Erklärungen können auch Veränderungen im Personalaufwand oder im Werbebudget sein.

Andererseits kann der Finanzaufwand unter die Lupe genommen werden. Dort spielt die Situation auf dem Finanzmarkt eine wichtige Rolle.

Ein Augenmerk sollte man auch auf die Abschreibungen richten. Denn dies ist die Pufferzone der Unternehmen: Dort haben sie Spielraum – gerade bei immateriellen Werten (wie etwa Patente). Als Richtlinie: Wenn man mehr abschreibt, weist man weniger Gewinn aus. „Wenn in einem Unternehmen der CEO ausgewechselt wird, kann man oft beobachten, dass im ersten Jahr übermässig abgeschrieben wird. So kann er bei Null anfangen.“

Wenn etwas aus dem Geschäftsbericht nicht klar ist, rät Giger, beim Unternehmen nachzufragen.

Als ein letzter wichtiger Punkt sollte die Sicherheit des Unternehmens angeschaut werden. Aussagekräftig sind in der Bilanz Liquidität, Schulden und Eigenkapital. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital ist wichtig.

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